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  • 28. Nov. 2009
    Verleihung des Kranichsteiner Literaturpreises 2009 an Gerd-Peter Eigner.
    Laudatio: Ulrich Horstmann
    Der Deutsche Literaturfonds schreibt: "[...] Er erhält den Preis für sein Werk, insbesondere seinen 2008 erschienenen Roman "Die italienische Begeisterung". Damit knüpft er an seine großen Romane "Golli", "Brandig" oder "Mitten entzwei" an. Er erzählt raffiniert und abgründig von der Wiederbegegnung zweier ehemaliger Klassenkameraden im Alter. Vor dem Hintergrund des gelebten Lebens entfaltet sich in ihren Erinnerungen ein Netz aus Projektionen, Phantasmen, Verstrickungen, Verdrängungen und gegenseitigen Abhängigkeiten."
    Im Anschluß an die Preisverleihung Lesung aus dem neuen Roman "Die italienische Begeisterung".

Vita

1942 geboren in Malapane/Oberschlesien (heute Ozimek/Polen).
1945 Dresden
1949 Wilhelmshaven. Volksschule, Humanistisches Gymnasium, Bauarbeiter, Lokalreporter, Klavier und Geige.
1960 Paris: Concierge, Übersetzer, Gelegenheitsarbeiten.
1961 Oldenburg i.O.; Wirtschaftsgymnasium.
1964 Hamburg: Universität (Volkswirtschaft, Soziologie, Geschichte).
1969 Bremen. Lehrer an einer Schule für verhaltens- und entwicklungsgestörte Kinder und in einem Jugendfürsorgeheim. Musikalisches und Skulpturen.
1971 hauptberuflich Schriftsteller; Abreise nach Nordafrika und Vorderasien. Dann zwanzig Jahre lang wechselnde Wohnsitze:
1972 Kreta
1973 Toulouse
1974 Formentera (Balearen)
1975 wieder Kreta
1976 wieder Bremen
1978 Berlin
1979 Rom (Deutsche Akademie Villa Massimo).
1980 Paris
1991 wieder Berlin
1997 Gastaufenthalte im Maison des Écrivains Étrangers et des Traducteurs (M.E.E.T.) in Saint-Nazaire (Frankreich) sowie auf Schloß Wiepersdorf (Brandenburg), Stipendium Berliner Senat. Beginn der Zusammenarbeit mit den Musikern Wolfgang Fuchs und Alexander von Schlippenbach (»Improvisation & Deklamation).
1998 lebt seither in Berlin und Olevano Romano (Italien).
Gerd-Peter Eigner war Stadtschreiber auf Burg Kniphausen (1982), Gast im Künstlerhof Schreyahn, Niedersachsen, (1987/88) und bekam dreimal (1985, 1992 und 1997) ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds in Darmstadt zugesprochen.

Neben dem Villa-Massimo-Stipendium erhielt Gerd-Peter Eigner zahlreiche Preise und Stipendien, darunter den Kulturpreis der Stadt Bocholt (Stadtkünstler, 1978), den Förderpreis des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen (1983) und den Hörspielpreis des Österreichischen Rundfunks für »Abel & Luise» (1978).
2009 erhielt Eigner den Eichendorff-Literaturpreis sowie den Kranichsteiner Literaturpreis.

Gastaufenthalt im Künstlerhaus Edenkoben, Rheinland-Pfalz (2004).
2005 Ehrengabe der "Deutschen Schiller-Stiftung von 1859", Weimar.
Lehrauftrag (Meisterkurs) Literatur, Universität Augsburg / Schwabenakademie Irsee 2005.
Mitglied im PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland.

Seit 2007 Zusammenarbeit und Auftritte mit dem Posaunisten Conny Bauer.